Setubal: Immerhin hatte ich Glück mit dem Lokal. Es gab eine wunderbare Fischsuppe und mit der weltgereisten spanischen Köchin unterhielt ich mich so gut ich konnte über feine Küche. Sie empfahl mir den Besuch der Markthalle. In der Herberge schlief ich im eigenen Schlafsack, weil es wieder recht kühl war.
Ab jetzt habe ich nur eine Straßenkarte, auf der 5 cm = 15 km sind. Höhenunterschiede können nicht differenziert erkant werden. Vielleicht bekomme ich eine Bessere in L.
| Fischhädnlerin |
| ...hier geht's mal bergab |
| ...und hier bergauf... |
Wieder einmal ging es elegant kurvig rasant bergab. Ohne Vorwarnung querte ein Bienenschwarm die Straße(das wusste ich aber erst hinterher). Einige dieser kleinen Tierchen zerschlugen auf meinem Gesicht. Wie stachlig doch so ein feiner Pelz sein kann. Eine der Honigschöpferinnen prallte gegen mein rechtes Brillenglas. Vorwurfsvoll sahen mich die beiden Facettenaugen an. Durch den unteren Lesebereich des Gleitsichtglases sah ich den zuckenden Stachel, der sich auf den Stich zu freuen schien. Schmatzend rutschte die Biene am Glas herunter, kleine Krallen versuchten sich vergeblich am Brillenrand festzuklammern, ehe sie vom Fahrtwind davon geblasen wurde. Ich hatte Glück!
Irgendwann auf der N 379-1 vor Vila Nogueira de Azeitao und nachdem ich gefühlte 67 Minuten bergauf gestrampelt war, der Höhenmesser 264 m anzeigte, ging nichts mehr. Die Oberschenkel brannten und die Waden zuckten unwillig. Ich musste vom Rad und schieben. Bis auf 284 m. So ein kleines Gebirge am Wasser.
| ...jetzt geht's nur noch bergab... |
Von dort folgte ich der Skizze, die ich mir aus G-Maps abgezeichnet hatte und fand doch, wenn auch mit Nachfragen, das vorgebuchte Hotel "Patria." Freundlicher Empfang, einfaches Zimmer, alles gut. Mal sehen was Lisboa morgen so bringt.
| Radweg zum Hotel |
Ges. Km: 379,75
Heute 52,81 km
Zeit i. Fahrt: 3,45 Std.
Pausen: 50 Min:31
Ges. Zeit: 4:36
dann kommen noch 1:45 Wartezeit an der Fähre und 20 Min Überfahrt hinzu.
Vielen Dank noch für die Blumen von gestern. Du hast dir nach den Steigungen die Auszeit in Lissabon wirklich verdient. Danke auch, dass du so fleißig schreibst und wir immer bei dir sein können. Leider nervt es total, dass man immer noch jeden Kommentar zweimal eingeben muss, bevor er gespeichert wird, aber daran kannst du vielleicht nichts ändern. Halt durch, auch wenn du weniger Kommentare hast. Es lesen ganz viele deinen Blog.
AntwortenLöschenDie Uhrzeitangaben sind auch witzig. Hier ist es schon 10 Uhr und es regnet.
AntwortenLöschenHallo, lieber Rüdiger -
AntwortenLöschenich lese eifrig mit und finde deine Beschreibungen so spannend.
Herzliche Grüße aus einem heute kalten Berlin - Elisabeth
Das ist ja eine sehr schwierige Prozdeur, bei dir kommentieren zu können. Mal sehen, ob es jetzt besser klappt (Sabine hat mir gerade geholfen) ... Elisabeth
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