Freitag, 20. März 2015

Zum ersten Mal geschoben

Schade, dass Eure Kommentare bisher nicht angekommen sind. Leider bin ich kein PC Fachmann. Aber jetzt habe ich eine Einstellung geändert und alle mit einem Googlekonto müssten mir schreiben können. Ich bitte um Entschuldigung.


Setubal: Immerhin hatte ich Glück mit dem Lokal. Es gab eine wunderbare Fischsuppe  und mit der weltgereisten spanischen Köchin unterhielt ich mich so gut ich konnte über feine Küche. Sie empfahl mir den Besuch der Markthalle. In der Herberge schlief ich im eigenen Schlafsack, weil es wieder recht kühl war.
Ab jetzt habe ich nur eine Straßenkarte, auf der 5 cm = 15 km sind. Höhenunterschiede können nicht differenziert erkant werden. Vielleicht bekomme ich eine Bessere in L.

Fischhädnlerin
Nach Betrachten der Sonnenfinsternis und einem Besuch der Markthalle legte ich los. Ich wollte über Sesimbra (weil es sehr schön sein soll) nach Lisboa fahren. Auf der Karte war eine Serra da Arrabida verzeichnet. Eine Straße schien aber sehr dicht am Meer entlang zu führen. Ein Radler versprach  mir aber bereits eine schöne Strecke über einen Berg. 1 Std. sollte die dauern. Jedenfalls war ich noch nicht richtig war, kam schon die erste Steigung.
...hier geht's mal bergab
Der Blick über den Atlantischen Ozean war beeindruckend schön. Kleine Boote zogen ihre Bahn und ein Frachtschiff fuhr gen Norden. Dann ging es in einer weiten Kurve bergab und dann wieder rauf. Gestartet war ich bei 20 Höhenmetern, inzwischen waren es rd. 80 m. Die Straße war wenig befahren und linker Hand gab es immer wieder schöne Ausblicke in die Ferne. Manchmal sah man tief unten Muschelsucher im Watt. So bei 180 m und schönem 
...und hier bergauf...
Sonnenschein war mir gut warm geworden. Der Ereignisse aber nicht genug.

Wieder einmal ging es elegant kurvig rasant bergab. Ohne Vorwarnung querte ein Bienenschwarm die Straße(das wusste ich aber erst hinterher). Einige dieser kleinen Tierchen zerschlugen auf meinem Gesicht. Wie stachlig doch so ein feiner Pelz sein kann. Eine der Honigschöpferinnen prallte gegen mein rechtes Brillenglas. Vorwurfsvoll sahen mich die beiden Facettenaugen an. Durch den unteren Lesebereich des Gleitsichtglases sah ich den zuckenden Stachel, der sich auf den Stich zu freuen schien. Schmatzend rutschte die Biene am Glas herunter, kleine Krallen versuchten sich vergeblich am Brillenrand festzuklammern, ehe sie vom Fahrtwind davon geblasen wurde. Ich hatte Glück!

Irgendwann auf der N 379-1 vor Vila Nogueira de Azeitao und nachdem ich gefühlte 67 Minuten bergauf gestrampelt war, der Höhenmesser 264 m anzeigte, ging nichts mehr. Die Oberschenkel brannten und die Waden zuckten unwillig. Ich musste vom Rad und schieben. Bis auf 284 m. So ein kleines Gebirge am Wasser.
...jetzt geht's nur noch bergab...
Aber dann ging es doch häufiger als erwartet bergab, bis ich die N 10 erreichte. Ein stark befahrene, teilweise zweispurige "Bundesstraße" mit einem 80 cm breiten Randstreifen. Ich folgte ihr bis Arrentela. Dort bog ich nach einem erfrischendem Halt in einer Bar in Richtung Seixal ab. Hier fährt eine schnelle Fähre nach Lisboa ab. Nach gut 15 Min. legt sie in Alfama an (2.45 € Mit Rad). 

Von dort folgte ich der Skizze, die ich mir aus G-Maps abgezeichnet hatte  und fand doch, wenn auch mit Nachfragen, das vorgebuchte Hotel "Patria." Freundlicher Empfang, einfaches Zimmer, alles gut. Mal sehen was Lisboa morgen so bringt.
Radweg zum Hotel

Ges. Km: 379,75
Heute 52,81 km
Zeit i. Fahrt: 3,45 Std.
Pausen: 50 Min:31
Ges. Zeit: 4:36
dann kommen noch 1:45 Wartezeit an der Fähre und 20 Min Überfahrt hinzu.





 

4 Kommentare:

  1. Vielen Dank noch für die Blumen von gestern. Du hast dir nach den Steigungen die Auszeit in Lissabon wirklich verdient. Danke auch, dass du so fleißig schreibst und wir immer bei dir sein können. Leider nervt es total, dass man immer noch jeden Kommentar zweimal eingeben muss, bevor er gespeichert wird, aber daran kannst du vielleicht nichts ändern. Halt durch, auch wenn du weniger Kommentare hast. Es lesen ganz viele deinen Blog.

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  2. Die Uhrzeitangaben sind auch witzig. Hier ist es schon 10 Uhr und es regnet.

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  3. Hallo, lieber Rüdiger -

    ich lese eifrig mit und finde deine Beschreibungen so spannend.
    Herzliche Grüße aus einem heute kalten Berlin - Elisabeth

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  4. Das ist ja eine sehr schwierige Prozdeur, bei dir kommentieren zu können. Mal sehen, ob es jetzt besser klappt (Sabine hat mir gerade geholfen) ... Elisabeth

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