Freitag, 13. März 2015

Portimao 71,71 km

Die erste Strecke ist geschafft! Aber noch einmal zurück zum Anfang.
Vor dem Einschlafen hörte ich portugiesisches Radio. Es könnte eine Kultursendung mit Musik und allgemein menschlichen Betrachtungen gewesen sein. Sonore Männerstimme, leicht jazzige Musik. Die Sprache klingt sehr fremd. Da war es beim Abendessen in der Kneipe um die Ecke schon anders. Man kannte sich. Einige sprachen mich an. "Guten Tag", "Bitteschön" und so. Ein zugewandtes, neugieriges Bemühen. Was uns verband war der Fußball  Drei Fernseher drei Spiele. Eins davon Wolfsburg gegen Inter. Das habe ich dann noch bei einem Glas Weißwein geschaut.
Noch ist es zu früh für den Hahn...

Ab vier Uhr kräht der Hahn. Er wohnt irgendwo in der Nähe auf dem Terrassendach eines Hauses. Wie alle Hähne mag er die Dunkelheit nicht und kräht bis die Sonne aufgeht. In der Gemeinde gilt er nicht als Störenfried, denn ihm wurde offensichtlich noch nicht Still sein oder Tod angedroht. Jedenfalls half er mir rechtzeitig aufzustehen.

Aus Faro führt eine zweispurige Autobahn heraus. Auf dem Randstreifen darf man radfahren. Ich habe niemanden überholt. Links und rechts haben sich Betriebe und Händler angesiedelt. Es ist zu erkennen, dass sich dort etwas bewegt. Nach einer halben Stunde Fahrt zweigt die N 125 ab. Auch hier fahren viele Lieferwagen und Pkw's, Leni hätte ihre Freude. Fast durchgängig ist die Strecke von Häusern gesäumt. Vieles steht zum Verkauf. Orangenbauern bieten ihr Ware feil 3 kg zwischen drei und zwei €. Oft sitzen alte gebückte Männer dabei.Bei Pocode de Boliqueime verließ ich die 125 und wechselte auf eine Seitenstraße Richtung Albufeira. Das ist ja eine Kunststadt, schöner als das Märkische Viertel und wahrscheinlich nur zu den Ferienzeiten bewohnt. Meine Vorbuchung trieb mich allerdings und so konnte ich nicht direkt ans Meer fahren. Das muss ich anders machen. Amacao de Pera wirkt auch sehr neu und hochhausig. Eine schöne Würfelarchitektur unterbrochen von manchem Türmchen, auch runde in Erinnerung an die Mauren, gestaltet die Anhöhe vor dem Meer neu. 
Zwischendurch immer wieder Autohäuser. Das schön rausgeputzte von Porsche war leer. Es wirkt, als würden seit Monaten keine Porsches mehr verkauft. Ich bin nicht sicher schade oder bedrohlich?!

Nach der Brücke über den Rio Arade begrüßt ein Storchenpaar in seinem Nest auf einem Türmchen von Portimao die Ankömmlinge. Schön, wie er über die Autoschlange zur Futtersuche gleitet. Das "Santa Isabel" musste ich ein wenig suchen. Für 18 € war das aber nicht weiter schlimm. So jetzt gehe ich essen.

8852 km; Tagesstrecke: 71,71; Unterwegs: 5:02, Pausen: 1,41, Fahrtmittel 14,2 Km

      

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