Dann konnte ich mich warm radeln und ein Foto vor dem Tor Lisboas machen lassen - und dann ging es richtig los. Schön auf der Schnellstraße Richtung Oeiras. In Caxias wollte ich auf die N 249-3 abbiegen, um nach Cacem zu gelangen. Gut gelaunt folgte ich dem Hinweisschild Cacem. Es folgten kleine Hügeleien auf und ab.
Die N 247 führt wunderbar an der Küste entlang. Immer wieder erhascht man einen Blick auf das Meer. Sanfte Hügel mit grünen Wiesen, Gemüseflächen oder Pferdeweiden wechseln sich ab. Wenn nur der Nordwind nicht wäre. Im Laufe des Nachmittags steigerte er sich heftig. Der Fahrradlenker wollte gut festgehalten werden, besonders wenn eine Böe angebrettert kam.
| Bei Terrugem |
Mit ein paar Pausen im Windschatten schaffte ich es dann doch bis zum Tagesziel.
Bei solchen Bedingungen spürt man seinen Körper auf besondere Weise. Balance halten, vorwärts treten, Wind entgegenstemmen, Verkehr beachten, überlegen, ob die dickere Jacke besser wäre, sich an der Landschaft erfreuen und der Straße (hups schon wieder ein Schlagloch...). Eine Aufgabe, die ein komplexes und rasch reagierendes System benötigt, um sicher anzukommen (sh. Postamt).
| Küste bei Corvoeira |
| Ericeira |
In Ericeira leuchte mir ein Schild "Hostell 55" entgegen. Und siehe da, es war noch ein Bett frei. Mit Handtuch 15 €.
Es ist von jungen Surfern belegt. Italiener, Deutsche habe ich bereits kennengelernt. Alle haben natürlich die Tollsten Smartgeräte in Betrieb, während ich mit meinem alten Notbook versuche zurecht zu kommen
Hoffentlich ist es morgen nicht so stürmisch. Ich würde gerne ein richtiges Stück vorankommen. Aber Sabine, die schon einmal hier gewesen sein muss, hat mich vor dem Wind gewarnt.
Km heute: 56,19; Ges. Zeit: 5:25; Zeit i.Fahrt: 4:30 Std.
Ges. Km: 435,94
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