In einer portugiesichen Sportzeitung schien ich zu lesen, dass Hetha Salomon Kalou einkaufen kann. Für 10 Mio, wenn das kein Glück ist. Ebenso erstaunlich, dass Hertha (...blau weißes Trikot...) bei Einheimischen bekannt ist.
Von Sao Teotonio plante ich bis Vale Seco zu radeln. Es sind alles kleine Nebenstraßen, flach mit kleinen Hügeln. Immer wieder Korkeichenwälder, Pienienhaine oder Eukalyptusplantagen. Auf höheren Masten nisten Störche. Viele sind eifrig beim Nestbau. In den Schnäbeln sicher verwahrt schaffen sie das Baumaterial zum Brutplatz. Freche Spatzen haben sich als Untermieter in der Konstruktion eingemietet. Eine schöne Doppelbelegung. Hier haben die Störche eine andere Funktion. Sie bringen die alten Menschen. Durch das feuchte Klima bedingt haben die Alten oft Gicht und können sich schlecht bewegen. So freuen sie sich, wenn sie im Windeltuch sitzend von oben die Orte ihrer Kindheit überfliegen können. Wobei, gleich bei ihrer Ankunft gehen sie in den Gemüsegarten, um für's Leben anzubauen. Die Rente ist doch zu knapp.
Wo Kühe auf der Weide sind, stolzieren auch Reiher umher.
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Einfache Gemüsesuppe mit 1/5 Brühwürfel |
Gegen 14 Uhr kam der Regen und ich hatte noch ein Stück vor mir. Mit der selbst gekochten Gemüsesuppe im Bauch konnte mich nichts schrecken. Bald kam ich auf die N 120. Sie führt durch Korkeichenwälder bis auf 283 m. Ihre Steigungen sind moderat. Manchmal öffnet sich der Blick bis zum Atlantik hin.
Die Menschen in den Dörfern scheinen hin und wieder recht karg. Vielleicht wie der Ertrag ihrer Böden. So begegnen sie auch dem Fremden. Sie sind abwartend. Fragt man sie nach dem Weg scheinen sie eher zurück zu weichen. Man muss sie fast ans Licht ziehen, um ihnen auf der Karrte zu zeigen, was man möchte. Ist die Verständigung erreicht, nicken sie mit dem Kopf "Si," ohne dabei die Gesichtsmuskeln mehr als unvermeidlich zu bewegen.
Bei der Querung des Flusses "Mire" gab es eine schöne Aussicht über den Fluss bis zum Meer. Enttäuschend hingegen, dass das Tourismo in Vale Seco fest verschlossen war. Es regnete immer noch leicht, meine Sachen hielten dicht. So fuhr ich weiter bis Santiago do Cacem und fand bei einer alten Dame ein ungeheiztes Zimmer, es war aber auch lausig kalt.
Jetzt gehe ich was essen und schreibe nachher weiter.
Kleiner Tipp für die Jahreszeit,
wenn das einfache Hotel keine Heizung hat: Eine Wasserflasche mit heißem
Leitungswasser füllen und mit ins Bett nehmen, besonders die Füße sind dankbar.
In Santiago do Cacem war der Wirt sehr bemüht. Sein
Sohn der bei „Germania“ in London arbeitet, musste übersetzen. So bekam ich ein
gutes Essen und nebenbei ein bisschen Unterhaltung. Auf meine Nachfrage, ob es
Spaghetti gebe, erhielt ich die Antwort: „In Portugal gibt es Alles. Es sei
nicht so gradlinig wie in Deutschland.“ Es lebe der Unterschied.
Noch ein kleiner Tipp: Nasse
Handschuhe kann man gut auf der Glasglocke der Nachtischlampe trocknen,
besonders wenn keine Energiesparlampe eingeschraubt ist.
Die Wahl der heutigen Strecke war
wunderbar. Es ging fast ausschließlich an der Küste entlang. Mindestens 30 km
schlängelte sich die Straßen durch eine Düh-
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| Atlantik an der Troia Halbinsel |
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| Flussdelta Troia Halbinsel |
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| Auf dieser Straße ging's dahin... |
nenlandschaft. Mehr oder weniger
dichte Pinienbestände säumten die Straße. Es roch frisch und nach Kräutern.
Immer dort wo ein Flüsschen die Landschaft unterbrach, belebten Störche die
Landschaft. Am Ende der Landzunge gibt es eine Fähre nach Setubal, die zu
dieser Zeit wenig besetzt hin und her fährt. Warum mir Setubal so besonders im
Ohr liegt? Bestimmt kommt das bei Göthe vor? Setubal ist eine Hafenstadt in der
Nähe von Lissabon. Es geht schon ein bisschen feiner zu und macht gespant auf
Lissabon. Im örtlichen Supermarkt sind Rentner zu beobachten, die wie bei uns,
mit dem neuesten Prospekt in der Hand nach den Schnäppchen suchen.
Bis Lissabon sind es ca. 30 km. Noch
bin ich nicht entschlossen wie ich fahre. Ein Hotel
habe ich schon vorgebucht,
das muss ich finden.
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| Na Leni... |
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| Ein Blumengruß für Wartende... |
Ges. Km: 326,94; Heute 61,93 km, Zeit i.F.: 3,43, Ges. Zeit: 4:28, Pausen 45 Min:33
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