| Prommenade F. d. Foz |
In diesen Stunden muss das Regenzeug herhalten. Es hat Vor- und Nachteile,man bleibt fast trocken, wird aber auch von innen nass. Bewährt hat sich die Hose aus Goretex-Material, nicht so gut die Regenjacke aus angeblich dichtem aber atmungsaktiven Material einer Markenfirma, die seit Jahrzehnten mit drei Streifen wirbt.
Ich kam trotz des Regens gut auf der Bundesstraße N 109 voran, ca. 16 km/h im Schnitt. Bei solchen Touren sind Pausen notwendig. Spätestens nach 1 1/2 bis 2 Std. sollte eine Pause sein. Am Besten in einer Pastelleria bei einem Kaffee und einem kleinen Stück Backwerk. Der Energiespeicher sollte nicht zu weit runtergefahren werden.
Versonnen saß ich im Trockenen,sah über den verregneten Marktplatz. Menschen gingen eilig unter ihren Schirmen hin und her. Selbst der kleine Plausch geriet kurz, ging kaum über ein wie geht's hinaus. Im Hintergrund stand eine kleine Kirche, Ganz in weiß versuchte sie Licht unter das Grau zu mischen. Es wollte ihr nicht recht gelingen.
Die volle Zeit schlug sie hörbar und noch mehr. Feine Klöpfel schlugen gegen hart gewordenen Guss. Leicht wie Blütenstaub schoben sich die Wellen durch das Grau, verdichteten sich zu einem feinen Spiel. Ein Gussmeister hatte seine Hand im Spiel, hatte ein Glockenspiel entworfen, welche mich aus meinen Gedanken riss. Auch im Grau ist Farbe.
Die Pause hatte meine Sachen nicht getrocknet. Nach ein paar Metern tauschte ich im Schutze einer Haltestelle, feucht gegen trocken.
Ein kleines Sägewerk lud zur Besichtigung ein. Ich schaue gerne was die Menschen aus dem Holz ihres Lebensraumes bereiten. Mit großen Bandsägen wurden aus Stämmen Bretter und Bohlen gesägt. Man nahm einfache Mittel, um Stämme zu bewegen. Vorwiegend Nadelholz. Eukalyptus war auch darunter. Es duftet im gesägten Zustand nicht.
Jetzt sitze ich im Hostel "Rossio." Zur Abwechslung kochte ich selbst. Nudeln mit Gemüse und Olivenöl. Nach dem mehrere Radiatoren aufgestellt wurden, ist die Temperatur angenehm. Alle Gäste freuen sich darüber. Morgen soll es trocken bleiben. Noch nicht war. Die Hitze, man spricht von 25 Grad, soll erst übermorgen die kalten Knochen heizen.
Aveiro hat sich am Meer und dem Fluss Aveiro angesiedelt. Bis heute gewinnt man hier Salz. Auch wegen seiner besonders gebauten Boote, Moliceiros, scheint die Stadt bekannt zu sein.
| Moliceiros, jetzt "Ausflugsdampfer" |
Km heute: 64,67; Zeit gefahren: 3:40 h; unterwegs: 4:29 h.
Ges Km: gefahren 553,06 km; (688, 06)
Hallo Ruediger!
AntwortenLöschenUnd wieder ist mein Text abgeschmiert. 2. Versuch.
Nun hast du also die Lagune von Aveiro erreicht. Die Landschaft dort wurde schon 1920 von dem port. Schriftsteller, Raul Brandao, im Buch "Die Fischer" beschrieben. In Porto, wo du sicher bald sein wirst, gibt es ein Denkmal von ihm. Hier lohnt es sich, ein wenig zu verweilen. Porto hat viel mehr zu bieten, als nur die Portweinkeller. Wenn du aber einen besuchen solltest, ist der von "Ramos Pinto" zu empfehlen oder von "Graham's". Dort hat man man einen fantastischen Blick ueber die Stadt. Aber erstmal wünschen wir dir ein Gelenk und Knochen schonendes Wetter, nämlich Sonne. Gute Weiterfahrt wünschen dir P. u. H.
Was für ein schönes Hostel - das sieht ja ganz entzückend aus. Und ebenfalls sehr schon ist die kleine Kirche. Ich wünsche dir ein paar mehr wärmende Sonnenstrahlen. Lass es dir gutgehen - Elisabeth
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