Dienstag, 14. April 2015

Im Zelt da scheinen die Sterne

Vielen Dank für die Rückmeldungen. Ich lese sie gerne und es macht mir die Fahrt viel leichter.
Exotische Tiere leben in Frankreich
am Straßenrand

Aus Biarritz raus musste ich ein wenig suchen. Dank des Kompass am Garmin ist das nicht so problematisch. Bald hatte ich die richtige Küstenstraße erreicht und konnte beschwingt dahin radeln. Vorher hatte ich einen ganz hübschen Zwischenstop in Bayonne.






Viel Altstadt mit engen Gassen, einer mächtigen Kirche, Fachwerkhäusern mit senkrechtem Ständerwerk die schrägt mit flachen Ziegeln ausgemauert sind. Der Adour fließt zum Meer und teilt die Stadt, über eine alte Brücke halten die beiden Stadthälften Verbindung.

Bei Capbreton kam dann die echte Küstenstraße. Es führt auch der Atlantikradweg nebenher. Eine gut ausgebaute Spur in den kleinen Dörfern manchmal leicht zu verfehlen. Viele Pinienwälder wollen durchradelt werden. Kleine Steigungen und Abfahrten machen die Sache spannend.

Und dann das Wetter: einfach super. Kaum trübt mal ein Wölkchen den Himmel. Gegen  Mittag wird es sommerlich heiß. Unter einer Pinie mache ich Pause und hülle mich in ein Schläfchen.

Nach 67 km bin ich in Leon. Das Dorf liegt an einem See und ein Zeltplatz hat sich schmuck herausgeputzt. Er ist nicht großartig besuch und ich finde eine ruhige Stelle. Vor dem Essen ein Spaziergang. Am Ufer sitzend höre ich den plätschernden Wellen zu. Angeleinte Boote glucksen im Wasser. Ein Ehepaar zieht einen großen Kunststoffschwan aus dem Wasser. Bis vor wenigen Minuten nutzten sie ihn noch als Tretboot.

Nach dem Essenkochen lauschte ich der Stille. Ein paar Kinder bei Spielen sorgten für Abwechslung beim Nachdenken. Auch die kleinen Vögel im Gebüsch waren spannend zu beobachten. Einer hatte einen roten Schwanz und ein Anderer einen richtig roten Höcker auf dem Schnabel. Am tropfenden Wasserhahn war die Abendtoilette der Vögel dran.

Vom Zelt hatte ich die "große Tür" offen gelassen. So konnte ich sehen wie der Himmel die Sterne erweckte. Einer war besonders groß. Wenn ihn jemand zu Hause angesehen hat, so ist ein Gruß von mir gekommen.

Am Morgen weckten mich die Vögel mit ihrem Plauderstündchen. Ein Kukuk und eine Taube waren dabei. Gegen 7:30 sprang ich aus dem Schlafsack, packte ein und fuhr in einen schönen Tag.

Das ist alles ein wenig durcheinander aber bevor hier wieder die Leitung zusammenbricht sende ich aus der Ferne.



Gefahren: 66,99 km;     Ges. Km:  1315,64 km          (1833,37 km)
Zeit gefahren: 4:12 h,   Zeit unterwegs: 7:48 h

1 Kommentar:

  1. ;) dein Nachtlager ist nicht so mein's und auf so grooße Exoten am Straßenrand stehe ich auch nicht.
    Ich wurde heute morgen (4.30 Uhr) auch von den Vöglein geweckt. Nur konnte ich nicht so viel Schönes an dem Plauderstündchen finden. Als ich dann doch wieder eingeschlafen war, klingelte der Wecker und die Vöglein hatten sich plötzlich nichts mehr zu sagen .... wie sagt man - des einen Freud, ist des anderen Leid -
    Liebe Grüße und eine gute sonnige Weiterfahrt.

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