Samstag, 11. April 2015

Ruhiges Rödeln

Heute ist Samstag. An den vielen Rennradlern auf der Stecke kann man das schnell erkennen. An den anderen Tagen sind nur wenige unterwegs. In der Nacht hat es geregnet und die Wolken hängen immer noch tief. Ob es hält?

Gestern als ich in Deba ankam dachte ich: "Ist das trostlos." Es herrschte fast Stille in den Gassen und auf den Plätzen. Als ich zum Abend für den nächsten Tag gegen 18:30 einkaufen ging, sah es ganz anders aus. Reges Treiben überall. Gesprächsfetzen, Kindergeschrei ein lautes Murmeln brachte dem Ort bewegtes Leben. Abends treffen sich die Menschen vor oder in den kleinen Kneipen. In kleinen Grüppchen stehen sie zusammen und unterhalten sich. Die Kinder toben durch die Gegend oder werden von Vätern und Müttern geschunkelt. Es herrscht Scherzen, Lachen und Zuhören. So lässt es sich auch leben. Ein bisschen davon kommt bei uns zu Hause an.

"Meine" Straße folgt dem Meer zwischen 30 und 186 Metern Höhe.
Mal führt sie weiter ins Hinterland, mal ganz dicht an der Küste entlang. Sie ist gut zu fahren. Samstags haben die Trucks Pause. Hingen die Wolken nicht so grau und schwer vom Himmel herunter, wäre es
wunderschön. Ich trödle so dahin und "mache den Peter" (d.h. oft anhalten und fotografieren). Die Steigungen nehme ich geduldig und ohne große Mühen. In Zarauts sah ich ein wenig den Surfern zu. Von Weitem sehen sie wie Wasserbewohner aus, die auf Beute warten.
warten auf Beute
Zwischendurch einen Kaffee, später dann meinen Mittagseintopf, mit Einlage.

Ich sprach mit drei Rennradlern, die an einem Brunnen ihre Trinkflaschen auffüllten. Sie beschrieben mir die Küstenstraße als anspruchsvoll aber schön und wiesen mir den Weg. Die erste Steigung war schon heftig, kleine Abfahrt, Kreisverkehr rum, richtige Ausfahrt, die nächste Steigung, heftig... Ich hatte keine Lust und machte den Abgang. Die Wolken hingen immer noch tief nicht so richtig spaßig. Also fuhr ich zurück auf "meine" Straße und konnte ohne viel Anstrengung San Sebastian erreichen.

Die Stadt hat drei wunderbar geschützte Strände. Die ersten Beiden gehen in einander über. Eine Bucht zieht einen langen Bogen vor die Stadt. ihre Einwohner haben eine breite Promenade zwischen Sandstrand und Stadt gebaut.

Am späten Nachmittag als die Sonne Wärme spendete war sie im Nu belebt. Ich setzte mich auch eine Weile dazu und musste mich zusammen nehmen, damit meine Mund beim Einschlafen nicht aufklappt. Der alte Teil ist fast wie ein Schachbrett, so winklig, gebaut. Man findet sich gut zurecht.

Ich bin jetzt im Baskenland, erkennbar an den Mützen, die in den Souvenirläden hängen. Sie erinnern mich an Ernst Reuther ("..Völker der Welt schaut auf diese
Kirchenkunst
Stadt... ca.1949?, damit war Berlin als geteilte Stadt gemeint). Mein Vater fand ihn schau und so hatte  ich als Kind auch eine Baskenmütze.

Fahrrad gesichert



Heute: 53,65 km;  gefahren: 3:51 h; Gesamt: 1191,43 km       (1709,62 km)
Unterwegs:  5:56 h




Frühlingsgefühle...


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